Umwelt

Wir erwarten, dass vor der Bebauung an der Truderinger Straße die Umweltbelange Verkehr, Klima und Grünflächen ganzheitlich für die kommende, wie auch für die bestehende Bevölkerung analysiert werden. Dies muss  nicht nur isoliert für dieses Projekt, sondern unter Berücksichtigung der weiteren, zahlreichen und großen Baumaßnahmen, die bereits in Planung oder in naher Zukunft zu erwarten sind, erfolgen.

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung weist im Rahmen der Änderung des Flächennutzungsplans vom 13.12.2017 im Punkt 2.5 Vorbelastungen auf die hohen Verkehrslärmbelastungen durch Straße und Bahn für das gesamte Planungsgebiet hin. Ein künftig noch höheres Verkehrsaufkommen bedeutet neben dem zusätzlichen Stau und der Lärmentwicklung auch eine höhere Schadstoffbelastung. Eine weitere Steigerung dieser Belastungen kann den Anwohnern und den Neubürgern, darunter 2–3 geplante Einrichtungen für Kinder, allein aus gesundheitlichen Gründen nicht zugemutet werden.

Weiterhin nimmt das bestehende Feld an der Truderinger Straße nach der „Stadtklimaanalyse Landeshauptstadt München“ aus dem Jahr 2014 in einem Umfeld starker Bebauung und Versiegelung eine wichtige Funktion für das Stadtklima ein. Dieses Jahr hat bereits einen Vorgeschmack auf die zu erwartende Klimaentwicklung gebracht. Bestehende Klimaausgleichsflächen von der Qualität dieser Ackerfläche müssen erhalten und schonend in eine neue Bebauung eingeplant werden.

Laut dem Statistischen Jahrbuch der Stadt München 2017 weist Berg am Laim einen hohen Anteil an Siedlungs- und Verkehrsflächen und einen im Stadtviertelvergleich weit unterdurchschnittlich geringen Anteil an Erholungs-, Wald- und Wasserflächen auf. Gerade für Kinder wird die Fläche der Grünflächen zum Spielen und zum Sport mit der geplanten Bebauung und mit der Freilegung des Hachinger Bachs stark reduziert.

Berg am Laim darf nicht weiter zu einer Beton- und Verkehrswüste verbaut werden, sondern muss lebenswert bleiben.